Pflege- & Adoptivfamilien
Wenn Ankommen und Bindung zur täglichen Herausforderung werden.
Systemische Begleitung durch Silvia Tampe-Aloi und Kristina Çakir – rund um Bindung, doppelte Elternschaft und Herkunftssystem.
Jede Pflege- und Adoptivfamilie hat ihre eigene Geschichte – und ihre besonderen Themen im Alltag. Viele Kinder suchen ihren Platz im neuen Familiensystem und nach Bindungssicherheit, während die doppelte Elternschaft alle fordert.
Das Aufwachsen mit zwei Familiensystemen kann für Kinder wie Eltern eine große Herausforderung sein. Genau hier setzt die systemische Begleitung an.
Anlässe für eine systemische Begleitung
- wiederkehrende Konflikte und Krisen in der Familie
- herausforderndes Verhalten eines oder mehrerer Familienmitglieder
- Geschwisterrivalität
- Schwierigkeiten im Kontakt mit dem Herkunftssystem
- Unsicherheiten durch laufende oder anstehende Gerichtsverfahren
- Verunsicherung durch eine mögliche Rückführung
Systemisch heißt: zwei Familiensysteme im Blick
Pflege- und Adoptivkinder gehören immer zu zwei Systemen: zu der Familie, in der sie leben, und zu der, aus der sie kommen. Beide wirken – auch ohne Kontakt. Viele Verhaltensweisen werden verständlich, sobald man sie als Loyalität liest. Deshalb behandeln wir das Herkunftssystem nicht als Störfaktor, sondern geben ihm ausdrücklich einen Platz: Erst wenn ein Kind spüren darf, dass beide Zugehörigkeiten sein dürfen, wird Bindung leichter möglich. Kristina Çakir bringt dabei ihre Perspektive aus dem Pflegekinderdienst ein.
So läuft die Begleitung ab
- Erstgespräch und Auftragsklärung. Ihr schildert eure Situation. Wir klären, worum es gehen soll, wer dazugehört und ob die Zusammenarbeit passt.
- Die Gespräche. Wir ordnen Belastungen ein, machen Loyalitäten und Muster sichtbar, stärken die Bindung und entwickeln tragfähige Wege für den Alltag.
- Abschluss. Die Begleitung endet, wenn ihr wieder aus eigener Kraft weiterkommt – nicht nach einer festen Stundenzahl.
Wer an den Terminen teilnimmt, entscheiden wir gemeinsam, und es darf sich ändern: mal die ganze Familie, mal nur die Eltern, mal das Kind allein, mal die Geschwister. Geht es um Themen, die alle Familien betreffen – Geschwisterrivalität, Trennung, Patchwork oder Generationskonflikte –, findest du diese in der Familientherapie.
Honorar
80 € pro Stunde
Ein Erstgespräch klärt euer Anliegen und ob die Zusammenarbeit passt. Bei Terminen vor Ort zzgl. 0,50 € pro gefahrenem Kilometer.
Kostenübernahme durch das Jugendamt: Für Pflege- und Adoptivfamilien ist eine Übernahme der Kosten durch das örtlich zuständige Jugendamt unter Umständen möglich. Frag dazu bei deiner zuständigen Sachbearbeitung nach.
Wichtiger Hinweis: Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse ist nicht möglich.
Orientierung
Fachliche Unterstützung passend zu eurer Familie.
Schildert uns kurz eure aktuelle Situation. Wir melden uns persönlich zurück und klären gemeinsam den passenden nächsten Schritt.